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Schlafende Betonriesen. Die Fotoserie “Parkhäuser in München” von Juri Gottschall

Karstadt-Parkhaus am Nordbad in München, 2014 © Juri Gottschall  

Der Stillstand des öffentlichen Lebens in Zeiten von Corona sorgt überall für menschenleere Innenstädte. Leere in der Stadt, das ist auch das Thema der Fotoserie, die wir Ihnen heute vorstellen. In seiner Strecke “Parkhäuser in München” (2014) beleuchtet der jetzt-Fotograf Juri Gottschall das paradoxe Zusammenspiel der weiten und leeren Flächen öffentlicher Parkhäuser und dem engen städtischen Raum in München.

Kälte und Anonymität, Freiheit und Ordnung – mit einem ungewöhnlichen Blick vermittelt der Fotograf eine ganz eigenwillige, völlig reduzierte Schönheit dieser “architektonischen Sonderlinge”, die ihrerseits bisher unbekannte Perspektiven auf die Landeshauptstadt eröffnen.

Einst nützlich und innovativ, weichen die Betonriesen heute mehr und mehr Einkaufszentren, Hotels oder anderen Bauprojekten. Das Parkhaus in München ist längst ein aussterbendes architektonisches Phänomen.

Alle Bilder von Juri Gottschall finden Sie bei uns. Einige Impressionen der verlassenen Parkhäuser haben wir hier für Sie  zusammengestellt.

Parkhaus Petuelring in München, 2014 © Juri Gottschall  

Parkhäuser in München, 2014 © Juri Gottschall  

Parkhaus Marktkauf in Unterföhring, 2014 © Juri Gottschall  

Parkhäuser in München, 2014 © Juri Gottschall  

Parkhaus Olympia-Einkaufszentrum in München, 2014 © Juri Gottschall  

Parkhäuser in München bei Nacht, 2014 © Juri Gottschall  

Dieter Deventer und Juri Gottschall

Süddeutsche Zeitung Photo präsentiert die AusstellungDieter Deventer Juri Gottschall

 

 

Dieter Deventer: Sotto l’autostrada       |       Juri Gottschall: Parkhäuser in München

vom 9. Oktober bis 28. November 2014 im Foyer des Süddeutschen Verlages in München.

In seiner Serie Sotto l´autostrada widmet sich Dieter Deventer den Autobahnbrücken Liguriens. Inmitten der italienischen Idylle ragen die Giganten aus Stahl und Beton empor wie groteske, in die Landschaft montierte Fremdkörper. Dieter Deventer beleuchtet das Schicksal der Menschen im Schatten der mächtigen Viadukte, ihre radikal veränderte Umwelt und Heimat.

Daneben steht die Serie Parkhäuser in München von Juri Gottschall. Die Bilder von großen, leeren, aber dennoch bebauten Flächen strahlen sowohl Kälte und Anonymität als auch Freiheit und Ordnung aus. Einst nützlich und innovativ, weichen die Betonflächen heute mehr und mehr Einkaufszentren und anderen Bauprojekten.

Beide Fotoserien begeistern durch unbekannte und ungewöhnliche Perspektiven von besonderen Orten im Spannungsfeld von Mensch und Architektur.
Unter Dieter Deventer und Juri Gottschall finden Sie weitere herausragende Arbeiten der beiden Fotografen.

Dieter Deventer arbeitet als freischaffender Kameramann und Fotograf in München. Er dreht seit 30 Jahren weltweit Werbespots sowie Spielfilme für Kino und TV. Für seine Film- und Fotoarbeiten erfuhr er internationale Anerkennung, unter anderem gewann er 2013 den Kodak Vision Award for Best Cinematography am Slamdance Film Festival.Seine Fotoarbeiten wurden bereits in München, Vicenza, Venedig und Buenos Aires ausgestellt.

Juri Gottschall ist freischaffender Fotograf in München und arbeitet für verschiedene Zeitungen und Magazine, insbesondere für jetzt.de. Seine Arbeiten wurden 2010 und 2011 mit dem Bayerischen Pressefotopreis ausgezeichnet sowie mit einer Anerkennung beim Europäischen Architekturfotopreis bedacht.

Ausstellung:               9. Oktober bis 28. November 2014
Ort:                               Foyer des Süddeutschen Verlages, Hultschiner Str. 8, 81677 München
Öffnungszeiten:        9:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Eintritt frei