Ans Licht geholt: Hans Kaulertz – Zeitgenosse der “samtenen Revolutionäre” und Leibfotograf Bohumil Hrabals

Porträt zweier junger Polizisten auf einer Demonstration im Verlauf der "Samtenen Revolution" auf dem Wenzelsplatz in Prag.Zwei betrunkene Polizisten während der “samtenen Revolution” in Prag, 1989 © Hans Kaulertz  

Neu und exklusiv bei SZ Photo: Unveröffentlichte Bilder eines bis heute völlig unbekannten Fotografen herausragender Persönlichkeiten und Ereignisse der tschechischen Zeit- und Literaturgeschichte.

Als 1989 das kommunistische Regime in der von Václav Havel und Alexander Dubček angeführten “samtenen Revolution” zusammenbrach, war ein Mann mit seiner Kamera mittendrin: Hans Kaulertz.

Als Lebensgefährte der renommierten Literaturübersetzerin Susanna Roth pflegte Hans Kaulertz enge Kontakte zu den einflussreichsten aller tschechischen Autoren, Bohumil Hrabal und Milan Kundera, deren Werke Susanna Roth so virtuos ins Deutsche überführte, aber auch zu anderen bedeutenden osteuropäischen Schriftstellern wie Péter Esterházy oder Literaturnobelpreisträger Joseph Brodsky.

Trotz Kamera genoss der Autodidakt Kaulertz stets das vollste Vertrauen seiner berühmten Zeitgenossen. So konnte er sie aus einzigartiger Nähe portraitieren – oft in ganz privaten Situationen, auf gemeinsamen Reisen oder auch bei streng geheimen Treffen regimekritischer politisch-intellektueller Zirkel, von denen die Revolution 1989 maßgeblich getragen wurde.

Auf den Bildern solcher Veranstaltungen, z.B. der Helsinki Federation oder des Institut für die Wissenschaft vom Menschen (IWM), tauchen auch so illustre Persönlichkeiten wie Financier und Philanthrop George Soros, Diplomat und Verleger Lord George Weidenfeld oder Fürst Karel Schwarzenberg, späterer Außenminister unter Vaclav Havel und Förderer der tschechischen Literatur, auf.

Porträt einer Demonstrantin auf einem Protestmarsch gegen das kommunistische Regime in Tschechien.Samtene Revolution in Prag, November 1989 © Hans Kaulertz  

Aktivisten malen in einer Galerie Schilder für einen Protestmarsch gegen das kommunistische Regime in der Tschecheslowakei.Aktivisten malen in einer Prager Galerie Protestschilder, November 1989 © Hans Kaulertz  

Auch Havel selbst sowie weitere Dissidenten und Unterzeichner der Charta 77 wie den späteren Außenminister Jiří Dienstbier oder den späteren Prager Weihbischof Václav Malý fotografierte Hans Kaulertz.

Für den Ausstellungskatalog Tradition und Avantgarde in Prag portraitierte Kaulertz vom kommunistischen Regime verfemte Künstler, die eine nicht erwünschte, inoffizielle Künstlerszene in Prag gebildet hatten, in Schaffensperioden, aus denen es bisher kaum Fotos der Künstler gibt. Zu ihnen gehören Milan Knížák, Jiří Kolář, Hugo Demartini, Karel Nepras, Věra Janoušková, Zdenek Sykora, Olbram Zoubek oder Bedřich Dlouhý.

Die Übersetzerin Susanna Roth und die Lektorin Angela Martini-Wonde 1989 in Wien.Die Übersetzerin Susanna Roth (li.) mit Lektrorin Angela Martini-Wonde, 1989 © Hans Kaulertz  

Der tschechische Auto Bohumil Hrabal in Prag 1990.Eines der zahlreichen Porträts von Bohumil Hrabal, 1990 © Hans Kaulertz  

Der tschechische Künstler Jiri Kolar (1914-2002) in seinem Atelier in Paris. Kolar war Mitbegründer des Künstlerkollektivs Skupina 42 (Gruppe 42), Unterzeichner der Charta 77 und einer der profiliertesten Regimekritiker der CSSR. Das Foto machte und veröffentlichte Hans Kaulertz unter seinem damaligen Pseudonym 'Jan Burgau'. Der tschechische Künstler und politische Aktivist Jiří Kolář, 1990 © Hans Kaulertz  

Das Highlight des Fotoarchivs von Hans Kaulertz sind unzweifelhaft Hunderte Bilder des großen Erzählers Bohumil Hrabal. Hrabal, der den Umsturz von 1989 durch Studenten, Schauspieler, Schriftsteller und Künstler als “Revolution der Kinder und der Clowns” bezeichnete, stand seiner Muse Susanna Roth und ihrem Lebensgefährten besonders nahe.* Auf den vielen gemeinsamen Treffen und Reisen entstanden zahlreiche Portraits des launigen aber auch launischen Autoren: Beim obligatorischen Bier in der Kneipe, beim Sonnen am Swimmingpool, vor einem McDonald’s in den USA, beim Haareschneiden im Garten. Mal schelmisch, mal schimpfend. Mal wild gestikulierend, mal demonstrativ beleidigt. Immer gut sichtbar für Kaulertz und seinen Fotoapparat. “Hrabal liebte und suchte die Kamera geradezu”, erzählt er über den durchaus exzentrischen Erzähler.

Ganz anders als Kundera: “Mit Milan [Kundera] war ich unzählige Stunden spazieren, doch fotografieren lassen wollte er sich nie – und das habe ich immer respektiert”, berichtet Kaulertz über den öffentlichkeitsscheuen Autor. Es sind gerade auch die Bilder, welche ein Fotograf nicht macht, die einen guten Fotografen ausmachen.

Hans Kaulertz lebt heute mit seiner Ehefrau an der Algarve in Portugal.

Exklusiv bei SZ Photo finden Sie ab jetzt bisher weitgehend unveröffentlichte Bilder von Hans Kaulertz. 

 

* Hrabal überschrieb Susanna Roth in seinem Testament die Auslandsrechte an seinem Werk. Nur fünf Monate nach dem mysteriösen Tod Hrabals am 3. Februar 1997 durch einen Sturz aus einem Prager Krankenhausfenster – der “Vierte Prager Fenstersturz”… offiziell ein Unfall, nach Meinung vieler, u.a. von Susanna Roth, ein Selbstmord – verstarb Susanna Roth selbst an Krebs.

Ans Licht geholt: Thomas Hesterberg

Thomas Hesterberg bei SZ PhotoDer Fotograf hinter der Kamera (1968) und Bilder aus seinem Werk © Thomas Hesterberg  

Wer war der Fotograf, der 1967 das legendäre Foto der Kommune 1 machte? 50 Jahre nach dem Enstehen des K1-Fotos beschäftigte sich die Süddeutsche Zeitung am 17. Juni 2017 in einem ganzseitigen Artikel mit dem Fotografen Thomas Hesterberg. Süddeutsche Zeitung Photo vermarktet das Magnum Opus von Hesterberg seit vielen Jahren exklusiv. Anlässlich der Jahrestage rund um die Kommune 1 und die 68er-Bewegung haben wir nun bisher weitgehend unveröffentlichte Bilder des Fotografen erschlossen und “ans Licht geholt”.

Thomas Christian Hesto Hesterberg wurde am 4. Dezember 1936 in Berlin-Charlottenburg geboren. Er stammte aus einer Künstlerfamilie, sein Vater war Kunstmaler, seine Tante Trude Hesterberg seit der Weimarer Republik eine berühmte Schauspielerin und Sängerin. Nach dem Krieg besuchte Thomas Hesterberg das Internat Burg Nordeck in Hessen. Mit 16 wurde er für ein Austauschstipendium in Kalifornien ausgewählt. Anschließend zog es ihn nach München, wo er Kontakt zu berühmt-berüchtigten und schrillen Größen der Schwabinger Künstlerszene pflegte und sich erstmals selbst künstlerisch betätigte. Auf Treffen der Künstlergruppe SPUR und bei der Situationistischen Internationalen lernte er einige Jahre später – Anfang der 60er Jahre – auch den späteren Chef-Provokateur der Kommune 1 und ewigen Revoluzzer Dieter Kunzelmann kennen.

Nach einem Gastspiel in Hamburg studierte Hesterberg zwischenzeitlich in Berlin Amerikanistik, Germanistik und Religionswissenschaften. In Berlin entdeckte Hesterberg das Prinzip Collage als “adäquate Form der ästhetischen Äußerung” für sich und kombinierte Fotos, Texte, Malereien. Aktfotografien ziehen sich durch sein komplettes künstlerisches Schaffen. Mit Rosa von Praunheim betrieb er in Berlin am Savignyplatz sogar kurzzeitig eine Kellergalerie mit dem Namen “Galerie Klo” – “Ein totales Fiasko. Aber lustig”, urteilte Hesterberg in der Rückschau.

“So ging es dann weiter mit Ausbrüchen und Aussetzern, mit Abschweifungen und Ausschweifungen und längeren Tramp-Fahrten, da war man schon mal Tellerwäscher in Stockholm, war Fremdenführer in Istanbul oder Paris, so wie viel früher mal Kupferstichkolorist in Wien und viel später mal Hausmeister in Tanger…”, so skizziert Thomas Hesterberg sein unstetes und aufregendes Leben, eine ewige Suche nach künstlerischer Inspiration.

Ein klassischer Pressefotograf war Thomas Hesterberg in all den Jahren nie. Mitte der 60er hatte er sich eine Rollei zugelegt, er fotografierte Straßenszenen in Berlin sowie Freunde und Künstler in seinem Umfeld, viele davon namenhaft. Berliner Künstler wie Friedrich Schröder-Sonnenstern oder Jack Bilbo standen vor seiner Linse, SDS-Wortführer Rudi Dutschke begleitete er beim Familieneinkauf im Feinkostladen. “Ich habe von Anfang an keine Auftragsarbeiten angenommen”, schreibt Hesterberg, aber “Konkret, Stern, Die Zeit, Spiegel oder irgendwelche kurzlebigen Untergrundpublikationen und Anarchoblätter ebenso wie künstlerisch orientierte Buchverlage veröffentlichten mich ab und zu.”

Rudi Dutschke beim Einkaufen, 1968Ganz bürgerlich: Dutschke beim Einkaufen und vor seinem Haus, 1968 © Thomas Hesterberg  

Durch Kunzelmann hatte Hesterberg besten Kontakt zur Kommune 1 und so kam es, dass er im Juni 1967 in der Kaiser-Friedrich-Straße 54a seine Idee des kollektiven Rückenakts mit den K1-Mitgliedern umsetzte und damit eine spektakuläre Fotoikone der deutschen Zeitgeschichte schaffen sollte. Die ganze Geschichte zum K1-Foto von Thomas Hesterberg finden Sie ebenfalls in unserem Blog – mit weiteren unveröffentlichten Bildern.

Mitglieder der Kommune 1 nach Entstehen des berühmten Kommune-1-Nacktbildes, 1967Die Kommunarden ziehen sich nach dem Nacktfoto schnell wieder an © Thomas Hesterberg  

Hesterberg war im geschichtsträchtigen Sommer 1967 fast immer dabei und fotografierte viele der turbulenten Ereignisse: die gewaltsamen Proteste nach dem Tod von Benno Ohnesorg oder die Demonstrationen für die Freilassung von Fritz Teufel vor dem Schöneberger Rathaus. “Man spürt die Nähe zu den Akteuren, die der damals 30-jährige Berliner bei seinen Streifzügen durch seine geteilte Stadt begleitete, als eine Art Chronist der Protestbewegung”, so beschreibt Christian Mayer in der Süddeutschen Zeitung den Fotografen und seine Bilder aus den späten 60er Jahren. “Er konnte einfach sehr gut mit Leuten umgehen, und die haben ihm dann vertraut”, erzählt seine Frau Lisa Rheingans.

Demonstration gegen Polizeigewalt, 1967Proteste gegen die Polizeigewalt nach dem 2. Juni 1967 © Thomas Hesterberg  

Dutschke auf Demo gegen Polizeigewalt, Demonstrant wird festgenommen, 1967Dutschke auf einer Demo, ein Demonstrant wird verhaftet, Berlin, 1967 © Thomas Hesterberg  

Demonstration für die Freilassung von Fritz Teufel, 1967Proteste für die Freilassung von Fritz Teufel in Berlin, 1967 © Thomas Hesterberg  

Der wortgewandte Hesterberg fasst seine Erfahrungen in der wilden Zeit der 68er folgendermaßen zusammen: “Ich hatte das ‘Don’t trust anyone over thirty’-Alter erreicht… Ja, 1967/1968/1969, das waren Jahre der Transition, euphemistisch gesprochen: die Jahre der Konsolidierung – it was a time for change –, was danach kam ist ja geradezu ‘seriös’ zu nennen…”

Hesterberg ging nach Köln, um dort für den Kölner Stadt-Anzeiger seriös als Film- und Kunstkritiker zu schreiben. Künstlerisch blieb er der Collage treu, fertigte u.a. „paroxystische Postkarten“ an. Fotografisch konzentriert er sich auf sein persönliches Umfeld, aber auch auf Filmschaffende, wie Schlöndorff, Fassbinder oder Dietl, sowie auf Musiker- und Konzertaufnahmen, allen voran von den Kölner Krautrockern Can um den kürzlich verstorbenen Drummer Jaki Liebezeit.

Hesterberg bleibt bis zum Schluss bestens vernetzt in der Kölner Künstlerszene, macht Ausstellungen – später sogar in Bangkok und Taipeh – und arbeitet an Filmproduktionen mit.

Auf die Frage, ob er noch einmal denselben Weg wählen würde, antwortet Hesterberg: “Man schwimmt nie zweimal durch den gleichen Fluss – heißt es schon in einem alten Sanskrit-Text – und ähnlich bei Heraklit. Trotzdem: Die hypothetische Antwort auf die hypothetische Frage ist: Ja – besonders, weil man in diesem Fall eine eindeutige Wahl hat. Der Unterschied wäre nur: Jetzt kennt man nicht bloß den Weg, sondern auch die Hauptstraße – und neben den Sackgassen auch die Abkürzungen und den Freeway.”

Thomas Hesterberg verstarb im Jahr 2011.

Exklusiv bei SZ Photo finden Sie ab jetzt neue, bisher weitgehend unveröffentlichte zeithistorische Bilder von Thomas Hesterberg.

Das Bildarchiv von Thomas Hesterberg wird von uns nach und nach weiter erschlossen, digitalisiert und zur Lizenzierung angeboten.

Hier weitere Bilder aus seinem Portfolio:

Ein Demonstrant widersetzt sich einem Polizisten auf einer Demonstration des SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) in Berlin anlässlich des Berlin-Besuchs von US-Präsident Richard Nixon.

Demonstrationen gegen den Berlin-Besuch von US-Präsident Nixon, 1969 © Thomas Hesterberg  

Ein mutmaßlicher Demonstrant beobachtet Polizisten, die eine Kundgebung des SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) in Berlin anlässlich des Berlin - Besuchs von US - Präsident Richard Nixon.

Demonstrant und Polizeiaufgebot bei den Protesten gegen Nixon © Thomas Hesterberg  

Ein Teilnehmer einer Demonstration des SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) anlässlich des Deutschland-Besuches von Richard Nixon in Berlin wischt sich mit einem Taschentuch Blut aus dem Gesicht.

Verletzter Demonstrant bei den Protesten gegen den Nixon-Besuch © Thomas Hesterberg  

Joseph Beuys bei einer Aktion. Das Happening mit dem Titel 'Klavierspiel nach Sauerkraut auf dem Notenhalter' war ein Protest gegen die Polizeirepressionen anlässlich des Berlin-Besuches des US-Präsidenten Richard Nixon.

Joseph Beuys bei einem Happening gegen den Nixon in Berlin, 1969 © Thomas Hesterberg 

Dieter Kunzelmann war einer der Mitbegründer der Kommune 1, Kopf der Terrorgruppe Tupamaros West-Berlin und später Abgeordneter der Alternativen Liste im Berliner Abgeordnetenhaus.

Dieter Kunzelmann nach dem Enstehen des K1-Fotos, 1967 © Thomas Hesterberg  

Ans Licht geholt: Al Herb

Schlafender Mann in einem Schließfach in München, 1972Schlafender Mann in einem Schließfach in München, 1972 © Al Herb  

München – sauber, prüde, langweilig. Dieses Klischee ist nicht neu. Schon in der Nachkriegszeit galt die Landeshauptstadt Bayerns als die spießigste aller deutschen Großstädte. Die Bilder, die der junge Fotograf Al Herb in den 50er Jahren auf seinen nächtlichen Streifzügen durch die Straßen rund um den Hauptbahnhof machte, erzählen jedoch eine andere Geschichte. Sie zeigen ein anderes München. Das München der “Schönheitstänzerinnen” und der Prostituierten, der amerikanischen GIs und ihrer “Frolleins”, das München der Obdachlosen und der Kriegskrüppel. 50 Jahre lang war Al Herb der fotografische Chronist des skurrilen und sündigen Münchens.

Al Herb (*1931) brachte sich das Fotografieren während seines Jura-Studiums selbst bei. Aus seinem Hobby wurde ein zweites Standbein: Von 1954 bis 1997 arbeitete er u.a. für die Bildagentur Keystone. Trotzdem beendete er sein Studium und arbeitete hauptberuflich als Jurist bei verschiedenen Unternehmen. Zuletzt lebte Al Herb in München-Laim.

Seine Faszination galt seit den Nachkriegsjahren ganz besonders den Verrückten und den Verlierern, den Gescheiterten und den Gestrandeten der Stadt. Das Münchner Bahnhofsviertel war Al Herbs Revier. Dort zog er mit seiner Kamera durch Striplokale und Spelunken – wie auch die amerikanischen Besatzungssoldaten, die versuchten ihren Teil des “Fleshpots”, des an “Frolleins” so reichen Münchens, abzugreifen. Al Herb lichtete die Animiermädchen und Amüsiersüchtigen vor und in den einschlägigen Schuppen wie der Havana Bar oder der Bongo Bar ab.

Es sind mitunter Szenen zum Schmunzeln, die der Fotograf im frivolen München der Nacht festhielt. Aber gerade die Nacht hatte schon immer ihre Schattenseiten. Tragische Schicksale verbargen sich hinter und zwischen den glitzernden Fassaden der verruchten Amüsierlokale. Gerade den Heimatlosen und den Alkoholikern, den Kriegsversehrten und den Prostituierten vom Straßenstrich galt Al Herbs Interesse. Bis in die 90er Jahre hinein sollten die Gescheiterten der Gesellschaft ihren besonderen Platz im Portfolio des Fotografen behalten.

Darüber hinaus fotografierte er eine Reihe ausgesprochen ästhetischer teils skurriler Straßenszenen in der bayerischen Landeshauptstadt.

Al Herb verstarb im Jahr 2015.

Sein Sündiges München ist im gleichnamigen Bildband publiziert worden.

All unsere Bilder von Al Herb finden Sie in unserer Datenbank. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Amerikanische Soldaten und Prostituierte in München, 1954

Amerikanische Soldaten und Prostituierte in der Senefelderstraße in München, 1954 © Al Herb  

Nonnen vor dem Karlstor in München

Nonnen vor dem Karlstor in München (undatierte Aufnahme) © Al Herb  

Mann mit Beinprothese auf Parkbank

Mann mit Prothese auf Parkbank im Alten Botanischen Garten (undatierte Aufnahme) © Al Herb  

Punks in München, 1984

Punks an der Mariensäule in München, 1984 © Al Herb  

Musiker und Mädchen in der Fußgängerzone in München, 1984Musiker und Mädchen in der Fußgängerzone in München, 1984 © Al Herb  

Mann mit Adler in München, 1960

Mann mit Adler in München, 1960 © Al Herb  

Menschen vor einem TV-Geschäft in München, 1984Menschen vor einem TV-Geschäft in München, 1984 © Al Herb  

Ans Licht geholt: Daniel Kérmody Zegnalek

Fremdenlegionär auf dem Sportplatz © Daniel Kérmody Zegnalek

Daniel Kérmody Zegnalek kam nach eigener Aussage der deutschen Sprache – aber vermutlich auch zu 50 Prozent der Liebe – wegen nach Deutschland. Anfang der Neunzigerjahre ließ er seine südfranzösische Heimat hinter sich, auch weil die Arbeitsbedingungen für einen freien Fotografen in Deutschland einfach besser waren. Der studierte Geisteswissenschaftler wurde 1962 geboren und kam als Autodidakt zur Fotografie. Er selbst bezeichnet sich als hauptberuflichen Bildjournalisten. Zegnalek über seinen Beruf:

“Einen guten Bildjournalisten zeichnet aus, Augenblicke einzurahmen, die den Betrachter dazu bringen, sich mit den eigenen Gemütsbewegungen zu konfrontieren.” 

Seit 1995 fotografierte er für die Süddeutsche Zeitung Reportagen, vornehmlich für das Feuilleton. Er wartete allein vier Monate auf die Akkreditierung und das Okay des Verteidigungsministeriums, um französische Fremdenlegionäre – die wohl berühmteste Militäreinheit der Welt – fotografisch zu begleiten. Für eine Fotoreportage auf dem Raketenstartgelände Cape Canaveral wartete er auch schon mal sechs Monate. Aber sein mitunter schwierigster Einsatz war nicht in Libyen, in Israel oder dem Vatikan sondern hier in München. Er versuchte nämlich Toilettenfrauen bei der Arbeit zu porträtieren, aber keine von ihnen wollte für ihn posieren. Als erster ausländischer Fotograf überhaupt fotografierte er kasernierte israelische Soldatinnen. Ein schwerer Verkehrsunfall warf ihn 2006 buchstäblich aus der Bahn und nach einigen schweren persönlichen Schicksalsschlägen griff er im Frühjahr 2016 erstmals wieder zur Kamera. Wenn seine Pläne aufgehen, kommen seine nächsten Bilder direkt aus dem Nahen Osten. Eben von dem Ort an dem er seine Herzens-Serie geschossen hat, eine Reportage über Eine Kindheit in Jerusalem – diese schaffte es wegen 9/11 leider nie zum Abdruck in der Süddeutschen Zeitung.

Daniel Kérmody Zegnalek lebt in München.

Alle Bilder von Daniel Kérmody Zegnalek finden Sie in unserer Datenbank. Hier ein Ausschnitt aus seinem Werk:

Malaiische Schülerinnen © Daniel Kérmody Zegnalek

Israelische Soldatinnen © Daniel Kérmody Zegnalek

Nonnen in München © Daniel Kérmody Zegnalek

BMW-Autowerkstatt in Augsburg © Daniel Kérmody Zegnalek

Toilettenfrau in München, 2002 © Daniel Kérmody Zegnalek

Eine Kindheit in Jerusalem © Daniel Kérmody Zegnalek

Eine Kindheit in Jerusalem © Daniel Kérmody Zegnalek

Eine Kindheit in Jerusalem © Daniel Kérmody Zegnalek

 

Bilder einer Stadt. Eine Sommerserie von den Fotografen der Süddeutschen Zeitung

Hackerbrücke vor Sonnenaufgang in München, 2016

Hackerbrücke vor Sonnenaufgang in München, 2016 © Stephan Rumpf

Als Chronisten des Tagesgeschehens in München prägen die Fotografen der Süddeutschen Zeitung gleichsam das Bild der Zeitung wie auch das Bild der bayerischen Landeshauptstadt. Tagtäglich laufen ihre neuesten Fotos auch exklusiv in die Datenbank von SZ Photo ein. In der Sommerserie “Bilder einer Stadt” zeigten und zeigen die Fotojournalisten in der SZ nun aus ganz verschiedenen Blickwinkeln ihr ganz persönliches München.

Während Stephan Rumpf das urbane München in den Fokus nimmt, sucht Johannes Simon “das Kleine im Großen”, den Dorfcharakter der Stadt. Wo München im Sommer schwitzt, zeigt Florian Peljak. Robert Haas beobachtet dagegen jene, die lieber dem Müßiggang frönen. In der anonymen Hektik des Münchner Hauptbahnhofs, wo täglich 420.000 Menschen einsteigen, umsteigen und aussteigen, nimmt sich Alessandra Schellnegger Zeit für persönliche Einzelporträts von Reisenden.

Sommerkleid in München, 2016

Sommerkleid in München, 2016 © Johannes Simon

Siedlerhäuser in München; 2016

Siedlerhäuser in München, 2016 © Johannes Simon

Kartfahrer in München, 2016

Kartfahrer in München, 2016 © Florian Peljak

Erholungspause im Olympiapark in München, 2016 © Robert Haas

Die Fotografen der Süddeutschen Zeitung und ihr besonderer Blick auf das Leben an der Isar – über 100.000 aktuelle Bilder stehen in unserer Datenbank zum Download und zur Lizenzierung bereit, gesammelt in unserer neuen Kollektion “SZ Fotografen!

Alle Folgen von “Bilder einer Stadt” und mehr zu den Menschen hinter der Kamera auf SZ.de:

Folge 1: Wo München Großstadt ist – von Stephan Rumpf
Folge 2: Wo München entspannt ist – von Robert Haas
Folge 3: Wo München Dorf ist – von Johannes Simon
Folge 4: Wo München schwitzt – von Florian Peljak
Folge 5: Kosmos Hauptbahnhof – von Alessandra Schellnegger
Folge 6: Wo München aussieht wie Paris – von Catherina Hess
Folge 7: Wo München nicht wie München aussieht – von Lukas Barth

Das Fotoarchiv Otfried Schmidt

Romy Schneider, 1962

Romy Schneider, 1962 © Fotoarchiv Otfried Schmidt   

Vom Bildberichterstatter im Zweiten Weltkrieg zum Stammfotografen der Münchner Schickeria: Das Fotoarchiv von Otfried Schmidt zählt zu den spannendsten Sammlungen bei SZ Photo.

Otfried Schmidt wurde 1913 im Erzgebirge geboren und schoss die ersten Fotos bereits während seiner Gymnasialzeit. 1934 machte er erste Fotoreportagen mit seiner eigenen Leica und es folgten daraus schon Presseveröffentlichungen. Während des Krieges war er Bildberichterstatter in Frankreich, Russland und Italien. Die Gesellenprüfung für Fotografen legte er erst 1947 ab. In den Nachkriegsjahren war er vor allem freiberuflich tätig, u.a. für das Abendblatt, die Berliner Illustrirte Zeitung und die Münchner Illustrierte als auch für die Zeit, die Bild und den Stern.

Kurt Schumacher

Kurt Schumacher, 1946

Ab Mitte der 50er Jahre arbeitete Schmidt verstärkt für die Abendzeitung und begleitete insbesondere den berüchtigten Klatschkolumnisten Hannes Obermaier – besser bekannt unter seinem Pseudonym “Hunter” – bis zu dessen Abgang zur Bild auf unzähligen Veranstaltungen der noch jungen Münchner Schickeria. Ob lokale Prominente oder Größen des internationalen Showgeschäfts – Otfried Schmidt hatte Sie alle vor seiner Linse. Neben der Gesellschaftsfotografie waren seine Themen v.a. die Mode, Politiker und immer wieder der Zirkus und Tiere.

Kessler-Zwillinge, 1956

Alice und Ellen Kessler, 1956

Elizabeth Taylor

Elizabeth Taylor mit Ehemann Richard Burton, 1965

Henri Verneuil, Regisseur

Regisseur Henri Verneuil, 1965

Dompteur Fredy Knie junior mit Nashorn im Circus Krone, 1969

Dompteur Fredy Knie jr. mit Nashorn im Circus Krone, 1969

Aber auch zeithistorische Ereignisse und schwierige Themen finden sich in Fotoarchiv von Otfried Schmidt. In der Nachkriegszeit dokumentierte er die Deutschen auf ihrem Weg zurück in die Normalität, besuchte Flüchtlingslager und Arbeitsstätten für Kriegsversehrte. Den Wiederaufbau Münchens – etwa mit einer schönen Reportage von der Fertigstellung der Frauenkirche – hielt er ebenso fest wie die erste Wiesn nach dem Krieg im Jahr 1946.

Arbeiten an der Frauenkirche in München, 1953

Arbeiten an der Frauenkirche in München, 1953

Zu Beginn der 1970er Jahren dokumentierte er das Leben contergangeschädigter Kinder.

Während der Olympischen Sommerspiele 1972 fotografierte er nicht nur Sportler aus aller Welt im Olympischen Dorf oder die Chefhostess Silvia Sommerlath, sondern auch den Tag und die schrecklichen Ereignisse des Olympia-Attentats. Noch am Vorabend des Massakers machte Schmidt gar Bilder der israelischen Sportler, die die Geiselnahme am nächsten Tag nicht überleben sollten.

Silvia Sommerlath, 1972

Silvia Sommerlath als Hostess bei den Olympischen Spielen in München, 1972

Shmuel Rodensky mit Mitgliedern der israelischen Olympiamannschaft, 1972

Shmuel Rodensky mit israelischen Sportlern am Abend vor dem Olympia-Attentat, 1972

Otfried Schmidt starb 1991 in München und hinterließ ein vielfältiges zeithistorisches Fotoarchiv, aus dem über 3.000 Bilder in unserer Datenbank verfügbar sind.

Ans Licht geholt: Dietmar Gottschall

Alte Frauen auf einer Parkbank in Hamburg

Alte Frauen auf einer Parkbank in Hamburg (undatiert) © Dietmar Gottschall

In dieser Folge unserer neuen Rubrik “Ans Licht geholt” für kleine aber besondere Fotografensammlungen bei SZ Photo präsentieren wir die Fotografien des Journalisten und Künstlers Dietmar Gottschall.

Der gebürtige Berliner Gottschall war festes Mitglied der Redaktion des Manager Magazins in Hamburg und prägte die Entwicklung und den Stil des Magazins maßgeblich mit. Der studierte Psychologe spezialisierte sich als einer der ersten auf die menschlichen und psychologischen Aspekte der Arbeitswelt und wurde darüber hinaus sehr bekannt. 1997 starb Dietmar Gottschall überraschend mit bereits 58 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Die Fotografie war nie Gottschalls Profession sondern zeitlebens seine private Leidenschaft – umso bemerkenswerter ist die Qualität seines Werks. Auf seinen Reisen durch die Bundesrepublik, Europa und Amerika hat er ca. 20.000 Schwarzweißfotografien gemacht und damit ein umfangreiches künstlerisches Oeuvre hinterlassen. Knapp 200 Aufnahmen davon finden Sie im Portfolio von SZ Photo.

Man sieht Sean Connery beim Golfen, Jimi Hendrix auf der Bühne des legendären Hamburger Star-Clubs oder Spitzenmanager beim Lachseminar. Neben den Erfolgreichen interessierte sich Dietmar Gottschall aber vor allem für jene, deren Welt eine glanzlose ist: Prostituierte und Trinker auf der Reeperbahn, fahrendes Zirkusvolk, Straßenmusiker und Obdachlose. Gottschalls Blick dabei: Immer außergewöhnlich, immer sensibel. “Mein Vater verstand es auf unnachahmliche Weise die Menschen von der Straße mit dem Ausdruck der gleichen Würde abzubilden wie große Wirtschaftsbosse oder Prominente”, so Dietmar Gottschalls Sohn Juri auf der Website über seinen Vater.

Jimi Hendrix im Hamburger StarClub

Jimi Hendrix im Hamburger Star-Club (undatiert)

DJ im Berliner Ku'dorf

DJ im Berliner Ku’dorf (undatiert)

Juri Gottschall, ebenfalls Fotograf – für das SZ-Jugendmagazin jetzt.de – und ebenfalls mit einem Bestand bei SZ Photo, veröffentlichte 2010 den Bildband “Deutsche Bilder”, um die Fotos seines Vaters einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Fotobuch ist ein einmaliges Konvolut voller Momentaufnahmen von den Skurrilitäten des Alltags auf deutschen Straßen in den 1960er bis 1980er Jahren.

In unserer Datenbank finden Sie eine Auswahl der schönsten Motive von Dietmar Gottschall. Hier einige weitere Bilder als ein kleiner Vorgeschmack:

Boxring

Boxring in Hamburg (undatiert)

Hauptbahnhof Frankfurt

Hauptbahnhof Frankfurt (undatiert)

Auf der Horner Rennbahn

Auf der Horner Rennbahn (undatiert)

Kinder vor einer Milchstube

Kinder vor einer Milchstube (undatiert)

Am Kölner Dom

Am Kölner Dom (undatiert)

Parade im Stadtpark Hamburg

Parade im Stadtpark Hamburg (undatiert)

“Ans Licht geholt” – das ist unsere Rubrik für zeitlose und außergewöhnliche Archivschätze im Portfolio von Süddeutsche Zeitung Photo, für kleine aber feine Bestände von bekannten und weniger bekannten Fotografen, die es verdienen immer wieder aufs Neue präsentiert zur werden.

Seit 30 Jahren bei der SZ: Regina Schmeken

Olympischen Spiele 2016

Herrenflorett bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, 2016 © Regina Schmeken  

Unsere renommierte Bildjournalistin und vielfach ausgezeichnete Fotokünstlerin Regina Schmeken kam im Herbst vor genau 30 Jahren auf Initiative der Chefredaktion als Fotografin zur Süddeutschen Zeitung. Seither dokumentiert und kommentiert sie in ihren Arbeiten das Zeitgeschehen. Mit ihrem subjektiven Blick, ihrer oft poetischen Bildsprache hat sie nicht nur die Wertschätzung der Fotografie als eigenständiges Medium in der Zeitung verändert, sondern auch den Fotojournalismus mit Ihren Bildfindungen entscheidend beeinflusst.

Zuletzt fotografierte Regina Schmeken diesen Sommer exklusiv für die SZ die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

Olympische Spiele 2016

Synchronspringen der Damen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, 2016

Usain Bolt

Pressekonferenz von Usain Bolt bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, 2016  

Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2016

Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, 2016  

Ihre künstlerischen Werke zeigte sie bereits in Einzelausstellungen und öffentlichen Ausstellungen in der Bibliothèque Nationale in Paris, im New Yorker MoMa, im Museum für Fotografie in Berlin sowie in der in der Pinakothek der Moderne und der Villa Stuck in München.

Alle Arbeiten von Regina Schmeken für die Süddeutsche Zeitung aus den vergangenen 30 Jahren finden Sie zur Lizenzierung exklusiv bei Süddeutsche Zeitung Photo.

Ans Licht geholt: Lothar Wolleh

Aktion 'Filz-TV' von Joseph Beuys, 1966 Aktion ‘Filz-TV’ von Joseph Beuys, 1966 © Lothar Wolleh/SZ Photo

Im Portfolio von Süddeutsche Zeitung Photo verbergen sich so manche zeitlose und außergwöhnliche Archivschätze, kleine aber feine Bestände von bekannten und weniger bekannten Fotografen, die es verdienen immer wieder aufs Neue präsentiert zur werden. “Ans Licht geholt” ist unsere neue Rubrik für besondere Fotografensammlungen bei SZ Photo – wie jener des Fotokünstlers Lothar Wolleh.

Lothar Wolleh war ein Künstler, der Künstler fotografierte. Bereits 1979 verstarb der Berliner Fotograf überraschend mit nur 49 Jahren. Er inszenierte seine Kollegen sorgsam in kunstvollen und teils dramatischen Szenerien. Dabei sind die meist schwarz-weißen, streng quadratischen Aufnahmen im schwarzen Rahmen und der klare Bildaufbau zugleich Stil und Markenzeichen von Wolleh. Ursprünglich aus der Werbefotografie kommend, übergab er stets die Originalabzüge den porträtierten Künstlern zur künstlerischen Nachbearbeitung. Seit seinen Studientagen waren Portraits seine Leidenschaft. Er begleitete unter anderem Joseph Beuys nach Stockholm um ihn während des Ausstellungsaufbaus effektvoll mittels Spiegelungen und Unschärfe bei der Arbeit festzuhalten. Ebenso standen Rene Magritte, Gerhard Richter oder Niki de Saint Phalle vor seiner Linse – um nur einige zu nennen. Der Workaholic besaß Selbstbewusstsein, Intuition und hatte die Gabe die Dinge im Zusammenhang wahrzunehmen. Lothar Wolleh gehört nicht nur aufgrund seiner unverkennbaren Bildsprache zu Deutschlands ungewöhnlichsten und genialsten Porträtfotografen. Höchste Zeit also für ein Revival.

Insgesamt 80 beeindruckende Künstlerporträts von Lothar Wolleh erwarten Sie in unserer Datenbank. Hier ein Vorgeschmack:

René Magritte René Magritte, 1967

Folienaktion von Heinz Mack Folienaktion von Heinz Mack, 1970

Niki de Saint Phalle in der Galleria Vittonio, 1971 Niki de Saint Phalle in der Galleria Vittonio, 1971

Gerhard Richter, 1969 Gerhard Richter, 1969

Heinz Baumüller Heinz Baumüller, undatiert

Regina Schmeken – Alltagsleben in Kabul

Skateistan in Kabul, 2016Skateschule ‘Skateistan’ in Kabul, 2016 © Regina Schmeken    

Unsere renommierte Fotografin Regina Schmeken bereiste im Januar diesen Jahres die afghanische Hauptstadt Kabul. Sie hielt für uns vielfältige Eindrücke aus dem Alltag der einheimischen muslimischen Bevölkerung mit ihrem subjektiven Kamerablick fest. Gewohnt einfühlsam dokumentierte sie das Zeitgeschehen zwischen Tradition und Moderne, zwischen Zuversicht und Verzweiflung, zwischen Taliban und Terrorismus.

Regina Schmeken präsentiert uns kleine Lichtblicke aus dem seit Jahrzehnten von Krisen und Kämpfen gebeutelten Land.