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#candid. Die junge Kollektion von SZ Photo

#candid. Die junge Kollektion von SZ Photo

 
Echte Menschen, ungewöhnliche Geschichten oder unbequeme Realitäten – jung, urban und ungeschönt fotografiert. Kurz: #candid. So heißt die neue Kollektion von SZ Photo.

Für #candid suchen wir aufstrebende Bildjournalisten am Puls der Zeit mit einer frischen Perspektive auf redaktionell relevante Themen oder Persönlichkeiten.

Diese 20 Fotograf*innen sind bereits dabei

Was erwarten wir von dir?

Du bist professioneller Pressefotograf oder Reportagefotograf und suchst nach einer Möglichkeit zur Zweitverwertung deiner freien Arbeiten und Auftragsproduktionen.

Dein Blick ist neugierig, ehrlich und kritisch, dein Stil modern und mutig – ob pur oder vielschichtig, ob straight oder subtil.

Die Metadaten deiner Fotos sind immer sauber und gewissenhaft.

Was bieten wir dir?

Wir verfügen über exzellente Kontakte zu den großen und kleinen Bildnutzern in Deutschland. Dazu gehören Zeitungs-, Zeitschriften-, Buch- und Schulbuchverlage, Rundfunkanstalten, TV- und Filmproduktionen, Museen, Stiftungen, Behörden, Unternehmen oder Werbeagenturen.

Innerhalb unseres Kundennetzwerkes werden wir dich im Rahmen der Kollektion #candid gezielt präsentieren und featuren.

Da die Bedingungen für freie Fotografen aktuell besonders schwierig sind, schenken wir dir als Starthilfe auf deine ersten beiden Quartalsabrechnungen unseren Honoraranteil: Du erhältst 100 % der Lizenzeinnahmen.*

Als Bildagentur der führenden Qualitätszeitung in Deutschland sehen wir uns einer wahrheitsgemäßen Berichterstattung und der Achtung freiheitlicher, demokratischer Grundsätze in besonderem Maße verpflichtet. Wir unterbinden daher die Verwendung deines Bildmaterials in “Fake News”, rechtsextremen oder geschichtsrevisionistischen Publikationen nach bestem Wissen und rechtlichen Möglichkeiten.

Wie geht es weiter?

Markiere deine Bilder auf Instagram mit #szphotocandid, damit wir einen ersten Eindruck von dir und deinen Arbeiten bekommen können. Oder schick uns den Link zu deiner Website und idealerweise 20-30 repräsentative Bilder über einen gängigen Filesharing-Dienst an service@sz-photo.de.

Du erhältst umgehend ein erstes Feedback von unseren Fotografenbetreuern.
Über die endgültige Auswahl informieren wir dich innerhalb von drei bis vier Wochen.

Bitte beachte unbedingt unsere allgemeinen Rahmenbedingungen für eine mögliche Zusammenarbeit. Alle inhaltlichen, technischen und rechtlichen Anforderungen haben wir in unserer Fotografeninfo zusammengestellt.

Noch Fragen?

Eure Ansprechpartner Cinzia Giannì und Franz Wimmer helfen euch bei allen Rückfragen gerne weiter und sind gespannt auf eure Kostproben!

 

* Gilt für alle Fotografen, die im Rahmen der Aktion zwischen 1. Juni und 31. Dezember 2020 eine Vertragsbeziehung mit Süddeutsche Zeitung Photo eingehen. 

Fotos: Sebastian Gabriel (2), Timo Vogt/est&ost/JOKER, Harry Schnitger/Caro, Gil Bartz, Juri Gottschall, Natalie Neomi Isser

Proteste beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg. Eine Fotostrecke von Gil Bartz

Ein Demonstrantin stellt sich Wasserwerfer der Polizei entgegen.

Demonstrantin vor einem Wasserwerfer, G20-Gipfel in Hamburg, 2017 © Gil Bartz   

Heute vor drei Jahren begann der G20-Gipfel in Hamburg. Schon Tage davor starteten massive Proteste gegen die Zusammenkunft der Mächtigen. 31.000 Polizeikräfte waren zur Sicherung des Gipfels vor Ort, doch Chaos beherrschte tagelang die Straßen der Hansestadt: Brandstiftungen, Plünderungen, Straßenkämpfe. Demonstranten gegen Polizei. Molotowcocktails, Böller und Eisenstangen gegen Tränengas, Schlagstöcke und Wasserwerfer.

Diese Reportage unseres Fotografen Gil Bartz wurde damals von der VICE veröffentlicht. Mehrere der Bilder wurden ausgezeichnet oder für Shortlists nominiert. Seine ganze Reportage und mehr Bilder rund um den G20-Gipfel 2017, von Protesten und Politikern, finden Sie bei uns. 

Einen ersten Eindruck von der aufgeladenen und gewalttätigen Stimmung in der Hansestadt bekommen Sie hier:

Ein Demonstrantin stellt sich alleine einem Wasserwerfer entgegen.

Demonstrantin vor einem Wasserwerfer, G20-Gipfel in Hamburg, 2017 © Gil Bartz   

Ein Demonstrantin tut so, als ob sie eine Gruppe Polizisten anführt.

Demonstrantin vor Polizeikräften, G20-Gipfel in Hamburg, 2017 © Gil Bartz   

Ein Demonstrant hält Ausschau nach Polizei.

Demonstrant beim G20-Gipfel in Hamburg, 2017 © Gil Bartz   

Ein Demonstrant überquert eine Straße im Schanzenviertel.

Demonstrant mit seinem Fahrrad beim G20-Gipfel in Hamburg, 2017 © Gil Bartz   

Eine Gruppe Polizisten im Rauch mehrerer Bengalos.

Polizisten im Rauch mehrerer Bengalos beim G20-Gipfel in Hamburg, 2017 © Gil Bartz   

Das Berliner Fotografen-Urgestein Paul Glaser – ab sofort bei SZ Photo

Berlin-City / Mitte / DDR / 6 / 1988 Potsdamer Platz: DDR-Grenzer schauen nach Westberlin. Dort haben junge Leute ein Stueck Niemandsland besetzt. Es liegt im Westen gehoert aber zum Osten. Die Westberliner Polizei ist gerade dabei zu raeumen. Der DDR-Grenzer weiss nicht, was auf der West-Seite der Mauer steht: -God loves you- // DDR-Mauer / Geschichte / Kommunismus / DDR-Staat

DDR-Grenzer blickt über die Mauer am Potsdamer Platz nach West-Berlin, 1988 © Paul Glaser  

Wie wird man eigentlich Pressefotograf? So zum Beispiel:

In Berlin habe ich an der Freien Universität Philosophie studiert, das Studium abgebrochen während der Demo-Zeit 1967. Dann habe ich viele Schulden angehäuft nach einer Pleite mit einer Kneipe. Der Gerichtsvollzieher hat mir dann empfohlen, einen Job zu machen, bei dem ich so wenig verdiente, dass er nicht pfänden musste. Da war die Arbeit als Pressefotograf gut geeignet, nach dem Motto: ein Pressefotograf hat zwei Kameras und eine Frau, die die Miete verdient.

So beginnt die fotografische Laufbahn von Paul Glaser (*1941). Über vier Jahrzehnte dokumentiert er von da an das Leben in Berlin, in der Stadt “zwischen Weltpolitik und Kiezproblemen”. Ab sofort vertritt SZ Photo die Berliner Institution. Nach und nach übernehmen wir Paul Glasers eindrucksvolles zeitgeschichtliches Fotoarchiv in unseren Bildbestand.

Rechtzeitig zum 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer finden Sie dort bereits jetzt über 3.000 Glaser-Fotos aus der DDR und den neuen Bundesländern aus den Jahren unmittelbar nach der Wende – von seltenen Einblicken in die volkseigenen Betriebe (VEB), in Bergbau und Atomkraftwerke, über Köpfe der SED und natürlich den Mauerfall bis hin zum Verfall von Städten und Wirtschaft in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Glaser wurde gewissermaßen zum Chronisten des Untergangs der DDR.

Hier geht’s zu unserem Special Mauerfall und Wiedervereinigung

Mit dem Zusammenbruch der DDR tritt ein anderes Problem offen zutage: Früher als viele andere erkennt Glaser das Aufkeimen rechtsradikaler Gruppierungen in den Ost-Bundesländern. Er fotografiert Aufmärsche von Neonazis mit über 20.000 Teilnehmern.

Einen besonderen Blick hat der Pressefotograf auch für die Migranten in Berlin. Glaser interessiert sich für ihre Tradtionen und Religion, begleitet sie auf Familienfeste, in die Moschee oder in in die Arbeit. Schon immer begreift er Berlin als Einwanderungsstadt, als weltoffene und bunte Metropole.

“Überhaupt habe ich nur politische Themen bearbeitet, keine Schauspieler, keine Schlagersänger, außer sie haben für irgendwas kandidiert”, erklärt Paul Glaser. So ziehen sich Fotos von Politikern, etwa von Hans-Jochen Vogel während seiner Berliner Zeit, oder Bilder verschiedener Demonstrationen durch sein Portfolio.

Glaser blieb immer selbstständig. Zu seinen Auftraggebern gehörten u.a. die taz, die Süddeutsche Zeitung oder Parteizeitungen von SPD und CDU.

Ein kleiner Vorgeschmack auf die vielen Tausend Fotos von Paul Glaser, die wir schrittweise in unserer Datenbank bereitstellen werden:

Sachsen-Anhalt / DDR-Land / Dezember 1989 Bitterfeld,Stadtansichten: Brehnaer / Hallesche Strasse, ein Trabi im Vordergrund, Wintertag // / Bundeslaender /

 Trabi in Bitterfeld, Dezember 1989 © Paul Glaser  

Berlin / Kreuzberg / 17.10.1980DeTeWe: In dem Betrieb werden Schaltschraenke fuer die Post hergestellt. Die Frauen produzieren Teile in der Vorfertigung. In der naechsten Generation der Technik werden diese Arbeiten von Automaten gemacht.Frau an der Galvanik. In den Reihen von Chemikalien-Baedern werden Leiterplaten geaetzt. Die Frau legt die Platten auf Transport-Baender.// Frauen-Arbeit / Industrie-Geschichte /

Arbeiterin in der Fertigung von DeTeWe in Berlin-Kreuzberg, 1988 © Paul Glaser  

Sachsen-Anhalt / DDR-Land / Wirtschaft / Dez. 1989 Bitterfeld, Arbeiterviertel am Bahngelaende des Braunkohlen-Kombinats. Puschkinstrasse // Altstadt / Bundeslaender // Menschen /

Mann im Arbeiterviertel von Bitterfeld, 1989 © Paul Glaser  

Bundeslaender / DDR-Land / Oktober 1989 Sachsen-Anhalt: Aschersleben: Altstadt //

Altstadt von Aschersleben, Oktober 1989 © Paul Glaser  

Sachsen-Anhalt / DDR-Land/ November 1989 Bitterfeld, eine alte Frau schaufelt Braunkohlen-Briketts in den Keller. In der DDR war es ueblich, den Kunden die Kohlen vor das Haus zu schuetten. Wohnsiedlung am Eisenbahn-Gelaende. // Menschen / Energie / Bundeslaender / Frauen

Eine alte Frau schaufelt Braunkohle-Briketts in den Keller, Bitterfeld, 1983 © Paul Glaser  

Berlin-Spandau / Nazis / rechte Gruppen 20.8.1987Vor dem Kriegsverbrechergefaengnis in Spandau, Rudolf Hess ist gerade gestorben. Die Rechten versammeln sich zur Trauer.Junger Rechtsradikaler Michael Wendt (rechts) mit Reichskriegsflagge und dem Kuehnen-Gruss, einer Abwandlung des Hitlergrusses, der verboten war. Ein Polizist erkundigt sich, was das alles soll. Vorne Blumen fuer Hess.// Nazi / Faschismus / *** Local Caption *** The Prison for war criminals in Berlin-Spandau. The last prisoner, Rudolf Hess, just died after 46 years in the prison shown in the background. Right wing people are gathering for mourning. Young right wing Michael Wendt with the war flag of the Reich and a modified Hitler Salutation, because the original was forbidden.

 Junge Rechtsradikale bei einer Trauerveranstaltung für Rudolf Heß, Berlin, 1980 © Paul Glaser  

Berlin-Wedding / Industrie / Metall / 23.8.1982 Die AEG im Wedding soll geschlossen werden. Die Belegschaft wird zu einer Betriebs-Versammlung gerufen auf dem Hof der Fabrik. Auslaendische Frauen kommen aus den Hallen, es sind meist Frauen aus Jugoslawien. // Betrieb / Auslaender / Europa / Mehr Infos? Bitte nach Bild-Nr. suchen s39-3144. 1888 baute die AEG einen grossen Industrie-Komplex in Wedding an der Ackerstrasse, der schon bald zu klein war. Sie uebernahmen ein noch groesseres Gelaende an der Voltastrasse. In den riesigen Fabriken wurde fast alles hergestellt, was die AEG verkaufte: Kleinmotoren und Riesen-Turbinen, Gluehlampen und Gross-Maschinen. Als auch das Gelaende zu klein wurde, baute die AEG in Oberschoeneweide weitere grosse Fabriken. 1978 wurde der Komplex Ackerstrasse geschlossen, 1983 auch die Fabriken an der Voltastrasse. 1990 und danach wurden alle Fabriken an der Wilhelminenhofstrasse geschlossen. *** Local Caption *** AEG factory in Berlin-Wedding, Brunnenstrasse. employees meeting. The factory will be closed. Workers leaving their production halls an gathering in the yard to listen to the shop steward. AEG mill in Wedding was built in 1888, producing small motors an big turbines. More than 6000 workers and energy plants. Since 1990 all facilities in Berlin were closed.

Ausländische Arbeiterinnen vor dem AEG-Werk Berlin-Wedding, 1982 © Paul Glaser  

Berlin / Anti-Raketen-Demos / 13.9.1981 Demo waehrend des Besuchs des amerikanischen Verteidigungs-Ministers Haig in Berlin. Fuer die Linke ist Haig ein Kriegstreiber. Nach der Demonstration kommt es am Winterfeldtplatz zu Krawallen mit brennenden Barrikaden und vielen Verletzten. Hier verbrennen Demonstranten an der Winterfeldtstrasse eine amerikane Fahne // Amerika / Ruestung / Friedensbewegung / Alliierte

Demonstration gegen den Besuch des US-Verteidigungsministers Haig, Berlin, 1982 © Paul Glaser  

Berlin / SPD / 1985 Hans Jochen Vogel, SPD // Galerie / Portraet

SPD-Politiker Hans-Jochen Vogel bei einer Rede in Berlin, 1985 © Paul Glaser  

Beweggründe. Fotografische Augenblicke zwischen Aufbruch und Ankunft

Eine Ausstellung von Süddeutsche Zeitung Photo und ullstein bild

Italienische Gastarbeiter bei ihrer Ankunft in München, 1960 © Jenö Kovacs/SZ PhotoItalienische Gastarbeiter bei ihrer Ankunft in München, 1960 © Jenö Kovács/SZ Photo

Die Ausstellung Beweggründe präsentiert Bilder und Geschichten von Menschen, die sich in verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts aus unterschiedlichsten, aber stets starken Beweggründen auf den Weg machen: Sie wollen die Welt erkunden oder fremde Länder bereisen, sie folgen dem Versprechen der Freiheit oder dem Ruf der Pflicht, sie erhoffen sich mehr vom Leben – oder wollen einfach nur überleben.

Beweggründe zeigt die Weltreisen des frühen 20. Jahrhunderts ebenso wie die Anfänge des Massentourismus mit der Reisewelle nach Italien in den 1950er Jahren. Im Blickpunkt sind sowohl russische Emigranten, die ins Berlin der 20er Jahre flohen, als auch jüdische Auswanderer, die 1931 auf Ellis Island die „Neue Welt“ betreten. Fotografien vom Leben amerikanischer GIs im besetzten Deutschland der Nachkriegszeit stehen gleich neben jenen von Gastarbeitern aus Südeuropa, die in den 1960er Jahren in der Bundesrepublik ankommen.

Die Bilder sind das Werk renommierter Bildautoren, allesamt professionelle Pressefotografen ihrer Zeit, darunter Größen wie Erich Salomon, Martin Munkácsi, Otto und Georg Haeckel oder Max Scheler, Jenö Kovács, Alfred Strobel und Kurt Schraudenbach. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt von Süddeutsche Zeitung Photo und ullstein bild. Die historischen Aufnahmen gehören zum Bestand der Agenturen.

Ausstellungsdauer: 22. April – 30. Juni 2016

Vernissage: 21. April 2016, 18:30 Uhr
Zur Eröffnung spricht Dr. Harald Eggebrecht, Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung.

Foyer des Süddeutschen Verlages
Hultschiner Straße 8
81677 München

Mo – Fr 9:00 – 17:00 Uhr
Der Eintritt ist frei

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Bilder der Agentur snapshot-photography

Wir freuen uns Ihnen nun auch Fotografien der Agentur snpahot-photography aus Berlin anbieten zu können. Das umfangreiche Portfolio umfasst Bilder aus den Bereichen politisches Geschehen, Persönlichkeiten und Konzertfotografie. Zu snapshot-photography

Apocalyptica in Berlin
Apocalyptica in Berlin, 2010  © snapshot-photography/Grit Rümmler